Neue Mode und Bücher am Marktplatz
Der Marktplatz enthüllt sein neues Gesicht: Dorstens gute
Stube hat eine neue prägende Südseite, nachdem mit der
Buchgruppe Thalia und den beiden Modeanbietern Gerry Weber
und Ulla Popken drei neue Nutzer in den Schürholz-Komplex
eingezogen sind.
Der Gebäudekomplex hat schon manche Umbauten hinter sich,
doch keiner war so konsequent wie dieser. Das Textilkaufhaus
Schürholz hatte nach dem Krieg drei getrennte Gebäude
hochgezogen und diese dann im Innern verbunden – allerdings
hatte der mittlere Teil eine andere Deckenhöhe. Unter dem
Nachfolger, dem Modehaus Mensing, erhielt das Haus bereits
eine neue Gliederung.
Mit Thalia hatte Hausbesitzer Wilhelm Schürholz einen
neuen Nutzer gefunden. Deshalb musste Mensing weichen und
zog ins Woolworth-Kaufhaus an der Lippestraße, das gerade
frei wurde.
Für Thalia wurde radikal umgebaut. Kurzfristig dachte man
sogar über einen Komplett-Abriss nach (nur die prägende
Front sollte stehen bleiben), doch das erwies sich als
technisch fast unmöglich. Nicht zuletzt, weil es mit den
Nachbargebäuden nur eine einzige Wand gibt.
Also wurde innen alles umgekrempelt. Träger mussten für
die neue Statik teils versetzt werden, der Fahrstuhl bekam
einen neuen Platz.
Jetzt also eröffnen Gerry Weber und Ulla Popken auf je
260 Quadratmeter links und rechts vom Buchhändler. Das ganze
Obergeschoss nutzt Thalia, das so auf insgesamt 1100 qm
kommt. Im zweiten Obergeschoss bleibt es wie bisher bei den
Wohnungen.
Sorgen um ihre eigene Zukunft hatten sich im Vorfeld die
Dorstener Buchhändler gemacht. Thalia mit rund 300
Buchhandlungen im deutschsprachigen Raum wird seine Wirkung
in der Stadt hinterlassen.
Ein 15-köpfiges Team bietet ein „attraktives Sortiment mit
lokalen und literarischen Besonderheiten“. Auch ein
attraktives Veranstaltungsprogramm ist schon angekündigt.
Bei der Gestaltung der Buchhandlung wurden prägende lokale
und regionale Facetten aufgegriffen und ein Café gibt es
auch noch. Touchscreens stehen Kunden zur Information oder
zum Ausprobieren zur Verfügung, außerdem verschieden
Ebook-Reader-Modelle.
Quelle: Marlaktuell.de
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